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André Evard

André Evard – Selbstportrait – 1913 © messmer foundation

André Evard ist ein Schweizer Künstler, der schon sehr früh abstrakt-konstruktive Werke herstellte und daher als Wegbereiter der Schweizer Moderne gilt. Er verweigerte sich dem Kunstmarkt und hatte zeitlebens nie einen Galeristen, der ihn betreute. Dadurch kam es, dass die Bedeutung André Evards für die Entwicklung der Schweizer Avantgarde zunehmend in Vergessenheit geriet und er nicht die Würdigung erhielt, die er verdiente. Er blieb zeitlebens ein Einzelgänger,  entwickelte von Beginn an eine eigenständige Bildsprache und eine spezifische Sichtweise, die sich auch in seinen Werken wiederspiegelt.

Evard bildet das Kernstück der Sammlung Messmer. Durch den amerikanischen Sammler Henry Drake wurde Jürgen A. Messmer auf das Werk des Schweizers aufmerksam, welches ihn so faszinierte, dass er sich 1978 dazu entschloss den größten Teil des Nachlasses zu erwerben. Die messmer foundation hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Künstler André Evard den Platz in der Kunstgeschichte zukommen zu lassen, der ihm gebührt.

Geb. 1876 in Renan (Schweiz), Gest. 1972 in La Chaux-de-Fonds (Schweiz)
1879 Zieht nach dem Tod seines Vaters in die Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds (Schweiz)
1902 Eröffnung der „Maison d´art mit kunstgewerblichen Produkten im Stil des Art Nouveau.
1904 – 1906 Besuch von Abendkursen an der örtlichen Kunstgewerbeschule „Ecole d´Art“
1906 – 1909 Meisterschüler von Charles L´Eplattenier, dem Begründer des „style sapin“, einer besonderen Ausprägung des Schweizer Jugendstils. Zu Evards Studienfreunden zählen Le Corbusier, mit dem er verschiedene private Villen ausmalt, sowie Georges Aubert, Octave Matthey und Léon Perrin.
1907 Studienreise nach Italien
1908 Erste Collagen entstehen
1908 – 1913 Arbeiten in Emaille
1913 erste geometrisch-abstrakte Komposition mit kubistischen Zügen
1923 – 1927 Lebt und arbeitet in Paris. Begegnung mit Braque, Delaunay, Léger, Mondrian. Theo van Doesburg will Evard zur Mitarbeit in der „De Stijl“-Gruppe gewinnen.
1924 – 1926 zahlreiche konstruktive Arbeiten entstehen.
1936 Teilnahme an der Zürcher Ausstellung „Zeitprobleme der Schweizer Malerei und Plastik“
1937 Evard wird Mitglied der neugegründeten Künstlergruppe „Allianz“
1951 Retroperspektive im Musée des Beaux-Arts in La Chaux-de-Fonds

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