Veröffentlicht am

Andy Warhol
King of Pop Art

02.05.2015 – 27.09.2015

Mit Andy Warhol präsentiert die kunsthalle messmer den bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Pop Art und eine der schillerndsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Wie kaum ein anderer Künstler revolutionierte Warhol die moderne Bildsprache und veränderte nachhaltig unsere Kunstvorstellungen. Schon längst gehören seine Serien von glamourösen Stars aus Film und Politik, von Suppendosen und Dollarnoten zu den Ikonen der Kunstgeschichte. Die Serie als künstlerisches Ausdrucksmittel wurde Warhols Markenzeichen und die Serigrafie sein populärstes künstlerisches Medium. Die Ausstellung beleuchtet die wichtigsten Stationen seines künstlerischen Werdegangs. Beginnend mit einer Auswahl früher Zeichnungen aus den 50er Jahren dokumentiert sie die bahnbrechende Entwicklung Warhols von den Anfängen als Werbegrafiker bis hin zum King of Pop Art.

Als Kind slowakischer Einwanderer im Armenviertel von Pittsburgh aufgewachsen, verkörpert Warhols Karriere vom armen, kranken Kind zum erfolgreichen Werbegrafiker in New York und Star der internationalen Kunstszene den „American Dream“. Um diesen Traum zu erreichen zog er alle Register, verkehrte ebenso in den Kreisen des Undergrounds wie in denen der hippen New Yorker Party-Szene. Immer wieder verstand er es, sein Publikum mit seinen Bildmotiven und seinem Lebensstil zu provozieren und zu schockieren. Schon als Student des Carnegie Institute of Technologie in Pittsburgh untergrub er den Kult um die persönliche Handschrift des Künstlers, indem er seine Zeichnungen kopierte und von Freunden kolorieren ließ. Ein Prinzip, welches er in seiner legendären Factory in Manhattan fortsetzte. Schon der Name war Programm: So betrachtete Andy Warhol nicht mehr das Künstleratelier sondern die Fabrik als Produktionsstätte seiner Kunst. Hier entstanden seine berühmten Serigrafien von Marilyn Monroe und den Campbell’s Soups.

Immer wieder vermischen sich in Warhols Werk und in der Vermarktung seiner Person Kunst und Kommerz. Was in den 1960er Jahren in der Factory begann, fand in den 1970er Jahren einen weiteren Höhepunkt, als Warhol jeden für 25.000 Dollar porträtierte, der bereit war, das Geld zu zahlen. Das serielle Prinzip zieht sich durch sein gesamtes künstlerisches Schaffen und ist Ausdruck seiner ihn beherrschenden Denkform. Es steht für industrielle Massenproduktion, aber gleichzeitig auch für eine Demokratisierung gesellschaftlicher Gewohnheiten. Denn jeder in Amerika trinkt eine Coca Cola oder isst eine Campbell-Suppe, vom Präsidenten bis hin zum einfachen Arbeiter.

Als besonderes Highlight wird die komplette zehnteilige Marilyn-Serie, die Andy Warhol bereits wenige Tage nach dem tragischen Tod der Monroe begann, präsentiert. Der Pop Art Künstler schuf somit nicht nur eine seiner berühmtesten Serien, sondern verewigte den Hollywoodstar Marilyn Monroe als die Ikone der modernen Kunst und Popkultur. Weitere Spitzenwerke wie das großformatige Porträt Goethes, die Campbell’s Soups, die Maos, Flowers und „Flash“, Warhols Dokumentation des Kennedy-Attentats, machen diese hochkarätige Ausstellung zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Veröffentlicht am Kategorien Rückblick