Entwicklung von 1923 – 1924 von der gegenständlichen zur abstrakten Rose.

5. INTERNATIONALER ANDRÉ EVARD PREIS
für konkret-konstruktive Kunst

03.11.2018 bis 17.02.2019

Bereits zum 5. Mal vergibt die kunsthalle messmer einen der weltweit wichtigsten Kunstpreise im Bereich der konkret-konstruktiven Kunst. Die 100 ausgewählten Arbeiten gewähren dabei einen tiefen Einblick in das aktuelle und internationale Schaffen der konkret-konstruktiven Szene. Die Ausstellung präsentiert dabei ein Tableau verschiedenster Medien und Formsprachen, welche sich unter der Schirmherrschaft des Konkret-Konstruktiven zusammenfinden. In dieser Ausstellung wird deutlich, wie unterschiedlich, individuell und persönlich sich die Künstler mit derselben Kunstrichtung auseinandergesetzt haben.

Eine renommierte Fachjury wird den Sieger des hochdotierten Preises auswählen. Diese setzt sich zusammen aus der Sammlerin und Museumsgründerin Marli Hoppe-Ritter aus Waldenbuch, Sabine Schaschl, Direktorin und leitende Kuratorin des Museums Haus Konstruktiv in Zürich sowie Ewald Karl Schrade, dem Galeristen und Initiator der Art Karlsruhe. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird unter den Künstlern der drei überzeugendsten Werke der Ausstellung aufgeteilt, außerdem wird es einen Publikumspreis geben. 

Teilnehmende Künstler*innen 2018:

Gewidmet ist der Kunstpreis André Evard (1876–1972), der als Wegbereiter der Schweizer Moderne gilt und sich zu Lebzeiten nicht nur der figurativen, sondern vor allem der abstrakt-geometrischen Malerei gewidmet hat. 

» André Evard hat sich nach vorne, ganz an die Spitze, verirrt, ohne vielleicht darüber bewusst zu sein. Er war den Weg eines Eugenbrötlers gegangen, ohne dass ihm hierbei der Gedanke gekommen wäre, dass er bereits einige Jahre Vorsprung vor seinen Zeitgenossen hatte […] «                                      – DAS WERK, Heft Nr. 4, 1927

Die Bezeichnung konstruktiv, abgeleitet vom Konstruktivismus von Wladimir Tatlins Reliefkonstruktionen und den suprematistischen Werken Kasimir Malewitschs (1914), bezeichnet eine bis dahin abstrakt genannte, ungegenständliche Malerei und Plastik. Linie, Fläche und Farbe werden frei voneinander eingesetzt. Konkret hingegen, bezeichnet die Arbeitsweise eines Künstlers, der sein Werk nach einem vorab festgelegten, z. B. geometrisch-mathematischen Konzept ausführt und somit der spontanen gestalterischen Handlung bewusst Grenzen setzt.                                                                                                                         Sie ist im eigentlichen Sinne nicht „abstrakt“, da sie nichts in der materiellen Realität Vorhandenes abstrahiert, sondern im Gegenteil Geistiges materialisiert, keine symbolische Bedeutung besitzt und mehr oder weniger rein durch geometrische Konstruktion erzeugt ist. Der Begriff Konkrete Kunst wurde 1924 von Theo van Doesburg eingeführt und 1930 in einem Manifest bei der Gründung der Gruppe „Art concret“ programmatisch festgelegt. 

Besucher Informationen
Öffnungszeiten Di – So, 10 – 17 Uhr
Eintritt 12,50 €, Ermäßigt 10.50€ | Freier Eintritt mit Museumspass
Führungen Sonntags 14:30 uhr – 5 € zzgl. Eintritt /
Zweiter Mittwoch im Monat 17:00 Uhr – kostenfrei im Rahmen des Eintritts /
Privatgruppen nach Voranmeldung ab 90 € zzgl. Eintritt 

Der Katalog zu unserer Ausstellung

Auf 115 Seiten lernen Sie die Nominierten des 5. Internationalen Andrè Evard Preises und Ihre Arbeiten näher kennen. Darüber hinaus bietet der Katalog einen biographischen Überblick zu André Evard mit seinen wichtigsten Stationen.

12,80 € Exklusiv in unserem Museumsshop

 

Dezember 2018
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