IN GEDENKEN AN KLAUS J. SCHOEN

LEBE WOHL, GUTER FREUND

Durch den Tod des Künstlers Klaus J. Schoen verliert die Welt einen der wichtigsten Vertretern der abstrakten Kunst in Deutschland – Ein Nachruf

Jürgen A. Messmer (l.) mit dem Künstler Klaus J. Schoen (r.) bei einem Feierabend Bierchen

Klaus J. Schoen und Jürgen A. Messmer lernten sich 2014 bei einer Ausstellung in Dresden kennen.  Der Stiftungsvorstand der messmer foundation war begeistert von den Arbeiten des Berliner Künstler und entschloss kurzerhand ihn nach Riegel in die kunsthalle messmer einzuladen. Im Frühjahr 2015 war es dann soweit und die Ausstellung mit dem Titel „Harmonie der Stille“ wurde in der kunsthalle messmer eröffnet. Die Ausstellung zeigte Gemälde aus über vier Jahrzehnten des damals 84-jährigen Künstlers. Er experimentierte mit zahlreichen Variationen von Form und Farbe – in Farbflächenbildern mit den klassischen Elementen der konkreten Kunst, in linearen Farbakkorden von Rot, Blau, Grün und Gelb, Rauten und unregelmäßigen Formaten, schwarz-weißen Linienbildern sowie Bildstrukturen horizontal gelagerter Streifen vor hellem Hintergrund. Besondere Intensität der Farben, die sich auf einige wenige Felder einer geometrisch klar strukturierten Fläche verteilten. Inspiriert von Natureindrücken, welche der Wahlberliner von zahlreichen Spaziergängen sammelte, spiegelten sich ebenfalls in seinen Werken wider. Klaus J. Schoen entwickelte seine eigene Formsprache die schließlich in der opulenten Vielfalt bildnerischer Lösungen auf der Grundlage weniger einfacher Grundelemente endete.

 

In Klaus J. Schoens Malerei spielt die Harmonie eine große Bedeutung:  Sie erscheint in seinen Werken als Resultat eines konsequenten Reduktionsprozesses, in dem die Spannung zwischen den einzelnen Bildkomponenten – Farbe, formale Gestaltung und Komposition – präzise und komplex miteinander verbunden, gelöst wird. 

Schoen war ein liebenswürdiger, sehr herzlicher Mensch und ein überaus begabter Künstler. Während sein Körper nun in Stille übergegangen ist, wird die Harmonie in seinen Kunstwerken auf ewig weiterleben. Er hinterlässt neben seiner Ehefrau, Kindern und Enkelkindern auch viele trauernde Kunstfreunde und Weggefährten. Dem gesamten Team der kunsthalle messmer wird Klaus J. Schoen in guter Erinnerung bleiben und wir werden ihn schmerzlich vermissen. Ruhe in Frieden…

André Evard zu Besuch in Hamm

RETROSPEKTIVE

Ausstellung in der Otmar Alt-Stiftung in Hamm:
Ein Schweizer Maler der Moderne

Laufzeit: 15.04.2018 – 05.08.2018 

André Evard, Selbstbildnis, 1913, Acryl auf Leinwand, 190 x 140 cm © messmer foundation

Ab dem 15. April 2018 werden Werke des Künstlers André Evard (1876–1972) aus der Sammlung der Messmer Foundation in den Räumlichkeiten der Otmar Alt-Stiftung in Hamm zu sehen sein.

André Evard ist ein Schweizer Künstler, der bereits sehr früh abstrakt-konstruktive Werke anfertigte und daher als Wegbereiter der Schweizer Moderne gilt. Er verweigerte sich dem Kunstmarkt und verzichtete zeitlebens auf einen Galeristen, der ihn betreute. Daher geriet die Bedeutung André Evards für die Entwicklung der Schweizer Avantgarde zunehmend in Vergessenheit und eine angemessene Würdigung des Künstlers blieb aus. Evard war zeitlebens ein Einzelgänger, entwickelte von Beginn an eine eigenständige Bildsprache und eine spezifische Sichtweise, die sich auch in seinen Werken widerspiegelt.

Durch den amerikanischen Sammler Henry Drake wurde Jürgen A. Messmer auf das Werk des Schweizers erstmals aufmerksam, welches ihn dermaßen faszinierte, dass er sich 1978 dazu entschloss den größten Teil des Nachlasses zu erwerben. Seither bilden die Werke von Evard das Herzstück der Sammlung der messmer fondation. Jürgen A. Messmer und die messmer foundation haben es sich seither zur Aufgabe gemacht, dem Künstler André Evard den Platz in der Kunstgeschichte zukommen zu lassen, der ihm gebührt.

„André Evard bedeutet mir sehr viel und wir entdecken […] laufend Neues in seinem facettenreichen Werk. Dass er sich nie in eine Schablone pressen ließ und zeitlebens gegenständlich wie auch konstruktiv malte, und dies auf hohem Niveau, fasziniert mich bis heute“ (Jürgen A. Messmer).

Osterfamilienführung

Am Ostersamstag fand zum ersten Mal eine besondere Osterfamilienführung statt. Spielerisch wurden den kleinen Besuchern ab 5 Jahren die Kunst von Otmar Alt näher gebracht und animiert, aktiv an der Kunst teilzunehmen. Neben Ausmalbildern konnten die Kleinen zusammen ein Kunstwerk aus Puzzleteilen zusammen legen und am Ende ihre ganz eigene Interpretation des Entenfuchssalats und Puffertiers malen. 

Das Team der kunsthalle messmer bedankt sich bei den engagierten kleinen Besuchern und deren Eltern für die zahlreiche Teilnahme und das große Interesse!

Familienführung am Ostersamstag um 11:00 Uhr

Wir laden die ganze Familie recht herzlich ein, zu einer besonderen
Familienführung am Ostersamstag, den 31. März 2018 um 11Uhr.

Passend zum bunten Osterfest zeigen wir in der aktuellen Ausstellung von Otmar Alt
farbenfrohe und phantasievolle Werke.

Kinder ab 5 Jahren: 5€
Begleitperson: regulärer Eintrittspreis

Wir bitten um Voranmeldungen per Email, Fax, Telefon oder Facebook.

Das Team der kunsthalle messmer freut sich auf euch!

Künstlergespräch mit Ueli Gantner am 18. Januar 2018

Ueli Gantner, Relief b22 konvex-konkav, 2012,
Mitteldichte Holzfaserplatte, gespritzt, 120 x 120 cm.

Die aktuelle Ausstellung „Licht und Bewegung“ ist nur noch wenige Wochen zu sehen. Um so mehr freuen wir uns darauf, Ihnen einen exklusiven Einblick in „bewegte“ Kunst und ihre Entstehung zu gewähren.
Am Donnerstag, den 18. Januar findet um 18.30 Uhr ein Gespräch mit dem Schweizer Künstler Ueli Gantner statt, dessen kinetisches Relief in der aktuellen Ausstellung zu sehen ist. Der Künstler spricht über sein Schaffen, besonders in Bezug auf seine Bildhauerei und 3D-Kunst und deren visuelle Wahrnehmung. Das Publikum hat dabei die Möglichkeit dem Künstler in einem offenen Gespräch zu begegnen und diesem Fragen zu stellen. 

Mehr über den Künstler erfahren Sie hier: https://www.ueligantner.ch/

Der Eintritt ist frei. Anmeldung erwünscht.-

Anmeldung unter:
Email: info@kunsthallemessmer.de
Tel.: 07642/9201620

Neue Skulptur vor der kunsthalle messmer

 

Am Montag, den 6.11.2017, wurde die Skulptur „Große Gartenblume“ vom deutschen Künstler Otmar Alt vor der kunsthalle messmer installiert. Wir bedanken uns bei der Stiftung Otmar Alt!

Im Skulpturengarten der Kunsthalle messmer sind mehrere Werke zu sehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Otmar Alt, „Große Gartenblume“ 
Durchmesser Fuß: 120cm
Höhe: 320 cm
Breiteste Stelle: 180cm (Blütenrand – Bügelrand)

Die zwei großen Musen treffen sich zum ersten Mal in der Kunsthalle Messmer

Am Freitag, den 23. Juni 2017, fand in der kunsthalle messmer eine wunderbare Vernissage zur Jubiläumsausstellung „Picasso und die Frauen“ statt. Nach der herzlichen Begrüßung durch Jürgen A. Messmer und beeindruckenden einleitenden Worten von Dr. Friedhelm Häring, wurde die Schau mit großer Neugier betrachtet. Bei der Veranstaltung waren außerdem wichtige Zeitzeuginnen Picassos, wie Dr. Angela Rosengart und Sylvette David, vor Ort, signierten ihre Bücher und standen für spannende Gespräche zur Verfügung.

Die Ausstellung beleuchtet insbesondere die Darstellungen der Frauen im Leben des großen Malers, die als Musen und unerschöpfliche Quellen der Inspiration sein Leben und Wirken gleichermaßen beeinflusst und bereichert haben. Sie umfasst mehr als 130 Arbeiten aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen und vermittelt in einzigartiger Weise, über das künstlerische Schaffen des Malers hinaus, nie dagewesene Einblicke in die Werke der Frauen um Picasso.

Riesenposter am EuroAirport

                                                Riesenposter am EuroAirport

Mit seinem neuen Riesenposter am Kontrollturm begrüsst der EuroAirport die Eröffnung der neuen Sonderausstellung Picasso und die Frauen, die vom 24. Juni bis 12. November 2017 in der kunsthalle messmer in Riegel am Kaiserstuhl stattfindet. Das 14 auf 7 Meter grosse Poster wurde am 1. Juni im Beisein von Jürgen A. Messmer, dem Stiftungsvorstand der messmer foundation und Vivienne Gaskell, der Leiterin für Kommunikation des EuroAirport, enthüllt. Wir freuen uns sehr über diese einzigartige Präsentationsmöglichkeit am EuroAirport. Damit verdeutlicht der Flughafen seine Rolle als strategisches Eingangstor zu den kulturellen Ereignissen der trinationalen Region, zu denen auch die kunsthalle messmer im benachbarten Südbaden gehört.

  Enthüllt durch Bergsteiger

Malte Herwig über Françoise Gilot: Die Frau, die Nein sagt

Vortragsabend am Samstag, den 14. Oktober 2017 um 18:00 Uhr in der Galerie Messmer.

Malte Herwig (*1972 in Kassel) ist ein renommierter deutscher Journalist, Literaturkritiker und Buchautor. Fesselnde Interviews führte er bereits mit bekannten Persönlichkeiten wie dem Verhüllungskünstler Christo, dem deutschen Politiker Helmut Schmidt oder der Picasso-Muse Sylvette David. Seine Artikel erscheinen regelmäßig in großen deutschen Zeitungen und Magazinen, u.a. Stern, SPIEGEL, Süddeutsche Zeitung. Ebenfalls die von ihm verfassten aufsehenerregenden Bücher erfahren national sowie international außerordentliches Lob.

Herwig wird persönlich für Sie am 14. Oktober 2017 um 18:00 Uhr in der GALERIE MESSMER sein neustes literarisches Werk über Françoise Gilot (geb. 1921), französische Malerin und zeitweilige Lebensgefährtin Pablo Picassos, präsentieren:

Die Frau, die Nein sagt – Rebellin, Muse, Malerin
Françoise Gilot über ihr Leben mit und ohne Picasso

Für diese höchst spannende Biografie gewährte die Lebenskünstlerin dem Journalisten exklusive Einblicke in ihre Ateliers in New York und Paris und vertraute ihm in persönlichen Gesprächen an, was für sie wirklich in der Kunst und in einem erfüllten Leben zählt. Gilot blieb in den zehn Jahren gemeinsamer Beziehung mit Picasso stets rätselhaft für den Meister und war die einzige seiner Frauen, die es wagte, ihn von sich aus zu verlassen. Der Titel des Buches ist daher Programm: „Die Frau, die Nein sagt“, so soll sie Picasso selbst genannt haben. Trotz umfassender Liebe, hat sie sich die Lebensfreunde nicht nehmen lassen und suchte ihr Heil in ihren Ölgemälden.

„Wenn du etwas riskierst, erlebst du auch schlimme Dinge, aber du lebst und verstehst immer mehr. Vor allem wirst du nicht langweilig. Das ist das Allerschlimmste: langweilig werden.“
FRANÇOISE GILOT