Der 3. Int. André Evard Preis geht an…

05.09.2013

Tatsushi Kawanabe ist Preisträger des mit 10.000 Euro dotierten
3. Internationalen Evard-Preis für konkret-konstruktive Kunst

Tatsushi Kawanabe vor dem Gewinnerwerk: Anordnung, 2011, Leimfarbe auf Kreidegrund auf Papier, 8-teilig

Der 1970 geborene Japaner Tatsushi Kawanabe wurde für sein Werk „Anordnung“ (2011) prämiert. Kawanabes Arbeit besteht aus acht Blöcken, die alle nicht exakt quadratisch sind, da jede Kante ungleich abgeschrägt ist. Erst in der Mitte – im leeren Raum – zeigt die Gesamtanordnung ein korrektes Quadrat.

Die Jury bestand aus der Sammlerin und Museumsgründerin Marli Hoppe-Ritter, Ewald Karl Schrade, Galerist und Initiator der Art Karlsruhe und dem Mathematiker und Kurator Prof. Dietmar Guderian.

Tatsushi Kawanabe wurde von der Jury ausgewählt, da sein Werk sowohl im formalen Aufbau als auch in der intensiv roten Farbwirkung eine außergewöhnliche Raffinesse entfaltet. In Anlehnung an die fernöstliche Philosophie, deren großes Ziel die Meditation ist, bietet das Werk eine spannende Verbindung zwischen den Prinzipien der japanischen Ästhetik und der europäischen Tradition der konkret-konstruktiven Kunst.

Neben Kawanabe waren in der engeren Jury-Auswahl der Schweizer Rolf Schneebeli (geb. 1943), die Niederländerin Helene Briels (geb. 1954) sowie die deutschen Künstler Martin Voßwinkel (geb. 1963), Reinhard Roy (geb. 1948) und Rüdiger Seidt (1965).

Prof. Diet Sayler über Tatsushi Kawanabe

„Tatsushi Kawanabe ist ein herausragender Künstler. Still, zurückhaltend, nachdenklich, analytisch und sehr kreativ. So habe ich Ihn in meiner Klasse erlebt.  Er ist auch Meisterschüler meine Klasse und hat einen beträchtlichen Einfluss auf seine Kollegen gehabt. Das wichtigste aber ist, dass er mit der ´leeren Mitte´ aus dem Zen Buddhismus (arbeitet und damit) eine wichtige und eigenständige Position in der Konkreten Kunst bezieht.“

Biographie Tatsushi Kawanabe

lebt und arbeitet in Susaki, Präfektur Kochi, Japan
1970 geboren in der Präfektur Chiba, Japan
1991-1995 Studium der Malerei an der Tokyo-Zokei-Universität bei Prof. Toshiya Motai
1995 Bachelor of Fine Arts
1995-1997 Weiterbildung in plastischer Kunst und Assistenz bei Yasuhiro Takeda
1998-2004 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Diet Sayler
2003 Meisterschüler von Prof. Diet Sayler
2010-2013 Lehrkraft für Kunst in Chiba, Japan
seit 2013 Ausstellungsorganisation in der Stadtgalerie Susaki, Präfektur Kochi, Japan

Ewald Karl Schrade, Marli Hoppe-Ritter, Stiftungsvorstand Jürgen A. Messmer, Prof. Dietmar Guderian (Foto: Dieter Schille)

Konkret-konstruktive Kunst von Künstlern erklärt

27.08.2013

Video des Monats

Oktober: Helene Briels

 

September: Ueli Gantner

August: Angela Murr