Licht und Bewegung

18.11.2017 – 28.01.2018

Victor Vasarély, Cassiopee-R, Acryl und Tempera auf Holz, 71 x 66 cm, 1957-1961 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Ich sehe was, das du nicht siehst! Oder doch?

Wie trügerisch die eigene Wahrnehmung sein kann, zeigt sich in der neuen Ausstellung „Licht und Bewegung“ der kunsthalle messmer. Hier dreht sich alles um leuchtende Farben, optische Täuschungen und kinetische Kunst.

Der Besucher ist in dieser Ausstellung mehr als nur Betrachter der Kunst. Er tritt in Interaktion mit den Werken und wird so in die Ausstellung miteinbezogen. Kunst erleben ist hier Programm!

Künstler wie Victor Vasarély, Hans Kotter, Regine Schumann, Carlos Cruz Diez, Siegfried Kreitner, Kammerer-Luka, Adriano Piu, Ludwig Wilding und viele weitere fordern den Besucher zur intensiven Wahrnehmung auf, zeigen deren Grenzen und übersteigen sie.

Victor Vasarély ( *1906, Pécs † 1997, Paris) ist ein französischer Maler ungarischer Abstammung. Zunächst widmete sich Vasarély konstruktiven, geometrischen Formen, bevor er sich der kinetischen Kunst zuwandte. Später war er Mitbegründer der Stilrichtung Op-Art, die sich vor allem mit optischen Effekten, wie den Anschein von Bewegung oder Flimmern und optischen Täuschungen auseinandersetzt.

Carlos Cruz Diez (* 1923, Caracas) kommt aus Venezuela, lebt in Paris und präsentiert seine Kunstwerke in der ganzen Welt. Er ist ein Protagonist der kinetischen und optischen Kunst, der sich als einer der wichtigsten Akteure und Denker des 20. Jahrhundert im Bereich der Farben etabliert hat. In seinen visuellen Werken experimentiert er mit der Wahrnehmung von Farbe als autonome Wirklichkeit.

Regine Schumann (* 1961, Goslar), ebenfalls eine deutsche Malerin und Lichtkünstlerin, fokussiert sich in ihren Arbeiten auf fluoreszierende Materialien, die ihre Wirkung bei Schwarzlicht entfalten. Die zugeführte Lichtenergie resultiert dabei immer in anderen Wirkungen des Lichtes und der Farben. Ihre Farbkörper setzt Schumann gemäß der Farbenlehre Goethes zusammen, die versucht, Farbe in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Ihr Ziel: „Raumtemperaturen“ schaffen.

Der deutsche Künstler Hans Kotter (*1966, Mühldorf am Inn) arbeitet im Bereich der Fotografie, Konzept- und Objektkunst. Zu seinen Werken zählen auch minimalistische Lichtinstallationen in intensiv leuchtenden Farben, wie sie auch in der Ausstellung zu sehen sein werden. Im Zentrum seiner Arbeit steht dabei das Verhältnis von Licht, Farbe und Raum.

Aus Italien stammt ein weiterer wichtiger Vertreter der kinetischen Kunst, der Maler und Bildhauer Adriano Piu (*1954, Friaul). Er widmete sich schon in seiner Jugend der Malerei und fand schnell den Gefallen an der Arbeit an Metallskulpturen. Die Kombination zwischen Malerei und Bildhauerei zeigt sich in der Ausstellung in der kunsthalle messmer. Hier zeigt Adriano Piu seine Serie INTERLOCUTORY MOVEMENT mit verschiebbaren Holzelementen. Er bietet damit eine spannende Varianz an dargestellten Motiven und ermöglicht eine Interaktion des Betrachters mit der Kunst.

Auch bei den zahlreichen weiteren Kunstwerken, die unter anderem aus der Sammlung Messmer selbst stammen, stehen die Konzepte von Licht, Bewegung, Farbe und Raum im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die ausgestellten Werke bieten viel Abwechslung und interessante Wahrnehmungsmöglichkeiten von Kunst ganz allgemein und vom eigenen Sehen. Dabei werden nicht nur optisch viele neue Perspektiven eröffnet.

Picasso und die Frauen

Vom 24.06.2017 bis 12.11.2017

Anlässlich des Jubiläums ihrer 25. Ausstellung widmet sich die kunsthalle messmer dem Leben und Werk eines der bedeutendsten Künstler der Moderne: Pablo Picasso.

1881 im spanischen Málaga geboren, entwickelte sich Picasso bis zu seinem Tod im Jahre 1973 zum produktivsten und reichsten Künstler seiner Zeit. Sein ausdrucksstarkes und vielfältiges Werk umfasst über 50.000 Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Plastiken und Keramiken. Mit Georges Braque gilt er als der Begründer des Kubismus.

Pablo Picasso, Figure au corsage rayé. Farblithographie Probedruck, 65 x 45 cm, 1949, Bloch 604 © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017.

Die Ausstellung beleuchtet insbesondere die Darstellungen der Frauen im Leben des großen Malers, die als Musen und unerschöpfliche Quellen der Inspiration sein Leben und Wirken gleichermaßen beeinflusst und bereichert haben.

Einige der Frauen in Picassos Leben waren selbst künstlerisch tätig und von beachtlichem Talent. Sie profitierten von der Nähe zu diesem künstlerischen Genie, standen allerdings stets auch in seinem Schatten, aus dem sie sich nur schwer oder gar nicht lösen konnten. So zeigen viele Werke seiner Lebensgefährtinnen den mehr oder weniger deutlichen Einfluss Picassos.

Pablo Picasso, Dora Maar, tête renversée, Öl auf Leinwand, 54,5 x 38cm, 1939, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017.

Wie ein roter Faden ziehen sich die Darstellungen der Ehefrauen und Geliebten im Leben des Malers durch sein künstlerisches Werk hindurch. Die stilistische Entwicklung seiner Malerei sowie die sich wandelnde Beziehung zu seinen Frauen spiegelt die Ausstellung in der kunsthalle messmer eindrücklich wieder. Sie umfasst mehr als 100 Arbeiten Picassos aus bedeutenden Privatsammlungen und vermittelt in einzigartiger Weise, über das künstlerische Schaffen des Malers hinaus, nie dagewesene Einblicke in die Werke der Frauen um Picasso. Neben eigenhändigen Gemälden von Françoise Gilot werden auch Zeichnungen von Dora Maar sowie Arbeiten von Sylvette David gezeigt, die dem Maler ebenfalls zahlreiche Male Modell stand und heute selbst eine bekannte Künstlerin ist.

 

 

Christo und Jeanne-Claude „Objekte – Zeichnungen – Collagen“

28. Januar bis 18. Juni 2017

Die Ausstellung in der kunsthalle messmer präsentiert anhand von rund 100 Exponaten – darunter Zeichnungen, Collagen, Objekte, Grafiken und Fotos – die künstlerische Entwicklung der Ausnahmekünstler hin zu technisch immer ausgefeilteren und anspruchsvolleren Werken. Sie zeigt alle wichtigen Schaffensperioden, veranschaulicht und dokumentiert die Arbeitsweise und spannt einen weiten Bogen – beginnend mit den frühen Arbeiten, über die weltbekannten Projekte wie die „Surrounded Islands“, der Pont Neuf, die „Umbrellas“ in Japan und Kalifornien, den verhüllten Reichstag in Berlin oder die „Gates“ in New York.

Christo und Jeanne-Claude – zwei Namen, die in unserem Gedächtnis sofort und untrennbar mit einem unverwechselbaren Werk verknüpft sind! Der weltbekannte amerikanische Künstler, 1935 in Gabrowo, Bulgarien, geboren, begeistert nach wie vor mit seinen spektakulären und mit enormem Aufwand betriebenen Kunstprojekten, in denen er mit viel Charme, Witz und scharfem analytischen Verstand stets aufs Neue wunderbar verrückte Ideen Wirklichkeit werden lässt. Die einmaligen und prägenden Kunsterlebnisse, meist unter freiem Himmel präsentiert, bleiben für Jahrzehnte im kollektiven Kunstgedächtnis einer ganzen Gesellschaft verankert.

Das Künstlerpaar finanziert seine Projekte selbst und lässt die Besucher kostenlos daran teilhaben. Die temporären Kunstwerke, nur wenige Tage oder Wochen zu bewundern, leben durch Zeichnungen, Fotos, Collagen und Editionen weiter und bleiben so auch über die Dauer des eigentlichen Projektes hinaus erhalten.

Zu Beginn seiner Karriere verschnürte Christo vor allem Alltagsgegenstände mit Schnur, Papier, Gewebe und Klebeband – seine kritische Antwort auf die von den Pop-Art-Künstlern propagierte ikonenhafte Überhöhung kommerzieller Waren und auf die zunehmend nach Perfektion strebende Verpackungsästhetik unserer Gesellschaft. Allerdings wäre es zu eindimensional, seine Werke auf reine Konsumkritik zu reduzieren. Vielmehr sind sie Experiment und Spiel mit der Ästhetik eines verhüllten Objektes, eines Bauwerkes oder den Teilen einer temporär den Blicken des Betrachters verborgenen Landschaft, die aber in ihren Umrissen stets erkennbar und damit Erinnerung ihrer selbst bleibt.

Vernissage Mylène Mai „Optical Flow“

AUSSTELLUNG: 07.05. – 11.06.2017

VERNISSAGE: Sonntag, 07.05.2017, 11:00 Uhr (Die Künstlerin ist anwesend!)

 

Die Galerie M zeigt vom 07. Mai bis zum 11. Juni 2017 14 beeindruckende Exponate der jungen französischen Künstlerin Mylène Mai. Die ausdrucksstarken Werke voller Bewegung sind Gemälde und Skulptur zur gleichen Zeit und fesseln die Aufmerksamkeit des Betrachters.

Bei Interesse melden Sie sich bitte telefonisch unter der Tel: +49 (0) 7642 920 162 0 oder unter info@galerie-messmer.de. Wir beraten Sie gerne!

Vernissage Mylène Mai

„The Floating Piers“ – Zwei Mitarbeiter berichten!

Elena Romanzin und Frank von Düsterlho waren zwei der vielen Mitarbeiter bei Christos jüngstem Großprojekt „The Floating Piers“ am Lago d´Iseo. In den originalen Uniformen bekleidet, werden sie am 11. Mai 2017 um 18:30 Uhr in die kunsthalle messmer kommen und authentisch von ihrer Mithilfe bei diesem spektakulären Projekt berichten. Gerne laden wir Sie zu diesem sicherlich sehr Interessanten Blick hinter die Kulissen ein!

Eine Anmeldung per Email oder per Telefon ist erforderlich, da die Veranstaltung auf 60 Personen begrenzt ist. Die Teilnehmergebühr beträgt 10€ pro Person. Wir freuen uns auf Sie!

Landesausstellung „schul.kunst_zeich(n)en“ Baden-Württemberg

Vom 02.12.2016 bis 22.01.2017

Zentrum für Bildende Kunst und Intermediales Gestalten ZKIS beim Landesinstitut für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik in Kooperation mit der kunsthalle messmer (www.lis-zkis.de).

Tanz_Zeichnen Abb. 1. Copyright by ZKIS, Thomas Putze.

Zeichnen ist die früheste Art zu kommunizieren. Noch bevor sich ein Kind sprachlich mitteilen kann, kann es sich mittels »Zeichnen« und »Zeichen« ausdrücken. „Zeichnen“ ist eine ureigene Herangehensweise, die Welt darzustellen und zu erklären. Zeichnen ist auch Ausdruck kreativer Vielfalt und ein formales Mittel, um Inhalte zu transportieren.

Über »Zeichnen« und »Zeichnung« ist Verständigung moeglich, wo Sprache und verbaler Austausch nicht, noch nicht oder nicht mehr möglich ist. Deshalb ist aus gutem Grund »Zeichnen« Bestandteil des Bildungsauftrags der Schule, in der die »Kunst des Zeichnens« den Schülerinnen und Schülern im Kunstunterricht vermittelt wird.

In den wunderbaren Räumen der kunsthalle messmer wurden ausgewählte Schülerarbeiten aller Schularten aus allen regionalen Schulkunst-Ausstellungen der 21 staatlichen Schulämter gezeigt. Die kreative Vielfalt der hier ausgestellten Exponate war sehr sehenswert.

Außerdem wurde mit „Hello World“ eine Weltneuheit präsentiert, bei der mittels eines Smartphones im virtuellen Raum gezeichnet sowie eine dreidimensionale Skulptur erstellt werden kann.

 

Joan Miró. Der leidenschaftliche Malerpoet

Im Sommer 2016 widmete sich die kunsthalle messmer dem bekannten spanischen Künstler Joan Miró!

Der Titel der Ausstellung nahm dabei Bezug auf Mirós Verhältnis zur Poesie. Diese Beziehung zieht sich durch das gesamte Schaffen des Künstlers und fand auf mehreren Ebenen statt. In der Ausstellung sollte dieser Aspekt seiner Kunst deutlich werden: In 12 Räume unterteilt, wurden wichtige Werke seines Oeuvres gezeigt, angefangen mit dem einzigartigen, verträumten Surrealismus der 1930er Jahre, bis hin zu seinem düsteren Spätwerk. Die Schau vermittelte einen Eindruck ueber das Gesamtwerk Mirós.

Der Künstler selbst war ein leidenschaftlicher Leser. 1700 Bücher schmückten seine umfangreiche Bibliothek. Wichtige Namen wie Dostojewski, Freud, Nietzsche und Goethe waren hier vertreten und von essentieller Bedeutung für die fantastischen Werke des Künstlers.

Poesie steht bei ihm auch für alles über die Sprache hinaus gehende. Mirós Kunst ist auf diese Weise transzendent. Psychische Vorgänge nehmen auf seinen Leinwänden Gestalt an. Bilder und Eindrücke, resultierend aus Träumen und anderen Zuständen des Unterbewusstseins, werden fest gehalten. Vieles, das nicht in Worte gefasst werden kann, stellt er in seinen Bildern dar.  So entwickelt sich eine einzigartige Bildsprache mit zufälligem, geradezu kindlich naivem Charakter, fuer die Miró so berühmt ist.

 

12 Region Grenzenlos

30. April bis 19. Juni 2016

Von Kandern über Freiburg nach Ottersweier, von Rottweil nach Schallstadt – die kunsthalle messmer in Riegel sah in dieser Sonderausstellung in alle Himmelsrichtungen. Der Blick ging in die Region hinein und doch grenzenlos weit über sie hinaus. Denn „12“ vereint Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen Jahrzehnten zu einer eigenständigen und unverwechselbaren Handschrift gefunden haben und mit ihrer Malerei, ihren Installationen und Skulpturen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Das heißt natürlich „Gläser“ von Peter Dreher, eine große Figureninstallation von Jürgen Brodwolf, Holzskulpturen von CW Loth, opulente Malerei und viele, viele Begegnungen mit „alten“ Bekannten.

Thomas Kitzinger, A3-11 bis A7-11-2011, A6-05, 2005, Öl auf Aluminium. Copyright by Thomas Kitzinger und courtesy Galerie Albert Baumgarten, Freiburg
Thomas Kitzinger, A3-11 bis A7-11-2011, A6-05, 2005, Öl auf Aluminium. Copyright by Thomas Kitzinger und courtesy Galerie Albert Baumgarten, Freiburg

Teilnehmende Künstler waren:

Werner Berges
Gerhard Birkhofer
Jürgen Brodwolf
Peter Dreher
Manfred Emmenegger-Kanzler
Elisabeth Endres
Angela M. Flaig
Thomas Kitzinger
CW Loth
Celso Martínez Naves
Wolfram Scheffel
Heinz Treiber

4. Internationaler André Evard-Preis

13. Februar – 24. April 2016

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Bereits zum vierten Mal schrieb die kunsthalle messmer den André Evard-Kunstpreis aus, der dem Schweizer Künstler André Evard (1876 – 1972) gewidmet ist. Bereits 1913 beschäftigte er sich in seiner Malerei mit geometrischen Abstraktionen. Er ist damit einer der ersten nicht figurativ arbeitenden Künstler und zählt zu den Vorreitern der Schweizer konstruktiv-geometrischen Malerei.

Bis zum 31. Juli 2015 konnten sich KünstlerInnen aus aller Welt für den Internationalen Evard-Preis bewerben und mehr als 750 KünstlerInnen aus 47 verschiedenen Ländern haben ihre Arbeiten eingereicht.

In der Vorauswahl wurden nun 108 verschiedene Künstlerpositionen ausgewählt, die ab dem 13. Februar 2016 in einer spannenden Gesamtschau in der kunsthalle messmer ausgestellt wurden. Die nominierten KünstlerInnen finden Sie hier.DSC_0434(2)

Eine renommierte Fachjury entschied im Zuge der Ausstellung über den Sieger des Internationalen Evard-Preises.

Betty Rieckmann gewann den Preis. Das Publikum rechnete Bodo Sperling die meisten Chancen aus, sodass er den Publikumspreis gewann.

10 Jahre messmer foundation – Die Highlights der Sammlung

ANTES | BRAQUE | EVARD | FONTANA | KLEE | MAGNELLI | UECKER| VASARELY

4. Oktober 2015 – 07. Februar 2016

Zum 10-jährigen Bestehen der messmer foundation öffnet die Stiftung ihre Depots und präsentiert in der kunsthalle messmer eine einzigartige Zusammenstellung ihrer bedeutendsten Werke. Die Ausstellung vereint so namhafte Künstler wie Georges Braque, Carlos Cruz-Diez, André Evard, Lucio Fontana, Paul Klee, Alberto Magnelli, Günther Uecker und Victor Vasarely. Anhand dieser wichtigen Vertreter der abstrakten Kunst gewährt die Ausstellung einen spannenden Einblick in die historischen Zusammenhänge zwischen klassischer Moderne, Op Art, Kinetischer und Konkret-Konstruktiver Kunst.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung widmet sich der Kunst des wegweisenden Schweizer Avantgardisten André Evard, von dessen Nachlass der Stifter Jürgen A. Messmer 1978 einen Großteil erworben hat und der heute von der messmer foundation verwaltet wird. Evard hat in seinem langen Leben ein äußerst facettenreiches und höchst individuelles Werk geschaffen, weshalb er zu Recht als Wegbereiter der Schweizer Moderne bezeichnet wird. In der Gegenüberstellung seiner frühen Emaille-Arbeiten und seinen bedeutenden Serien, wie „Les roses, „Le couvert“, „Symphonia“, „Compisition abstraite“ und „Kabuki“, wird Evards einzigartige künstlerische Entwicklung vom Jugendstil bis zu seinen konstruktiv-geometrischen Arbeiten anschaulich dargelegt.

Während die kubistischen und konstruktiven Arbeiten André Evards, als auch die von Georges Braque, in der ersten Jahrhunderthälfte das Tor zur Abstraktion öffnen, erweitern Künstler nach dem Zweiten Weltkrieg das non-figurative Repertoire und dringen dabei in ganz neue Bereiche vor: So beschäftigt sich die Op Art mit dem Phänomen der Wahrnehmung, die Kinetische Kunst bezieht gezielt die Bewegung in ihre Arbeiten ein und die konkret-konstruktiven Richtungen suchen auf Basis mathematisch-geometrischer Prinzipien einen puristischen Weg, das Geistige zu verkörpern. Das breite Spektrum reicht von den pulsierenden geometrischen Kompositionen Victor Vasarelys und Bridget Rileys, über die vibrierenden Streifenbilder von Carlos Cruz-Diez bis hin zu den perforierten Arbeiten Lucio Fontanas und den klaren und harmonischen Konstruktionen Anton Stankowskis und Klaus J. Schoens.

Die Sammlung, die heute mehr als 1.000 Kunstwerke von über 150 bedeutenden Künstlern umfasst, gewährt mit ihren ausgestellten Exponaten einen faszinierenden Querschnitt durch „10 Jahre messmer foundation“. Mit Spitzenwerken von einigen der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts bietet diese hochkarätige Ausstellung einen facettenreichen Blick auf die verschiedenen Entwicklungstendenzen der abstrakten Kunst.