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François Morellet

Werk in der Sammlung: Francois Morellet, Balance war no. 2, 2000, Acryl und Pastellfarbe auf Holz, Neonröhre, 85 x 103 cm.

Francois Morellet findet als Autodidakt zur Malerei, nur zeitweise nimmt er Unterricht bei einem Lehrer. Ausgehend von Landschaftsbildern in matten Farben, über Stillleben, entwickeln sich seine Gemälde hin zu einer stilisierteren Form. Ab 1950 spricht er von sich selbst als abstrakter Maler. Er entdeckt den Bildträger als scheinbar unendlichen, da die Werke sich über die Ränder fortführen. Hilfreich dabei ist auch die Technik des all-over Paintings, welche durch Jackson Pollock etabliert wurde. Wichtiger für Morellet sind die künstlerischen Techniken als ein Endresultat. Er versucht seine Arbeit ständig weiter zu Denken und setzt ab1963 Neon als Material ein. Dabei interessieren den Künstler die spezifischen Materialeigenschaften der Neonröhren. Mit der Zeit interessiert er sich auch für Architektur und Raum. 1992 fasst Morellet sein Oeuvre in der Arbeit „Relâche n° 1“ zusammen. Für diese Arbeit verwendetet er alle Materialien, die bisher in seinem Schaffen eine Rolle gespielt haben  – von der bemalten Leinwand über Neonröhren bis hin zum Klebe- und Metallband – außerdem lässt er sich von Gesetzen des Zufalls leiten, welches dem Werk den Charme von (gestalteter) Unordnung verleiht.

1926 in Cholet (Frankreich) geboren
2016 in Cholet gestorben
1948-1975 Arbeit im elterlichen Bertieb
1960-1968 Mitglied der Gruppe „GRAV“ (Groupe de Recherche d’Art Visuel), einer Gruppe von kinetisch arbeitenden Künstlern
lebte und arbeitete in Cholet und Paris.

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