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Klaus J. Schoen

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Klaus J. Schoen, Ohne Titel, 1968, Öl auf Leinwand, 185 x 140 cm Ⓒ messmer foundation

Klaus J. Schoen zählt zu den wichtigen Vertretern der abstrakten Kunst in Deutschland. Er entwickelte eine eigene Formensprache, dabei haben seine Werke Ähnlichkeit zu denen von amerikanischen Künstlern der Hard Edge Bewegung wie z. B. Kenneth Noland, Frank Stella und Elsworth Kelly. Schoens experimenteller Umgang mit den Grundelementen seiner Malerei bildet eine konsequente Erweiterung. Seit vielen Jahren befasst sich Klaus J. Schoen mit den Möglichkeiten und Problemen geometrischer Abstraktion. Dennoch geht Schoen in seinen Arbeiten über die rational festgelegte oder mathematisch berechnete Systematik der konkret-konstruktiven Kunst hinaus. Neben allen formal-ästhetischen Elementen weisen seine Werke auch eine sinnliche Dimension auf. Dies geschieht in einem streben nach Harmonie. Dafür gliedert er die Leinwand durch unterschiedlich breite Streifen oder Flächen, ordnet sie zu Intervallen und Rhythmen, die mal horizontal, mal vertikal, mal diagonal und sich kreuzend ausgerichtet sind. Jede Farbe steht gleichberechtigt neben der anderen. Auch erweitert er in einigen Werkreihen den gestalterischen Spielraum des in der Regel rechteckigen Bildträgers durch unregelmäßige Formate. Im Zusammenwirken von Linie, Farbe und Fläche erprobt der Künstler immer wieder die visuellen Möglichkeiten.

geb. 1931 in Königsberg
1951-1952 Hochschule für angewandte Kunst, Berlin-Weißensee
1952-1958 Hochschule für Bildende Künste, Berlin-Charlottenburg
1957 Meisterschüler bei Ernst Schumacher
1957 Erste Ausstellung als Gast der Berliner Neuen Gruppe
Lebt und arbeitet in Berlin

Veröffentlicht am Kategorien Künstler