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[:de]Klaus J. Schoen
„Harmonie der Stille“
Eine Retrospektive[:en]Klaus J. Schoen[:fr]Klaus J. Schoen[:]

[:de]

02.04.2015 – 26.04.2015

Klaus J. Schoen zählt zu den wichtigen Vertretern der abstrakten Kunst in Deutschland. Über die Entwicklung einer eigenen Formensprache ist er zu ganz ähnlichen Ergebnissen gekommen wie die amerikanischen Künstler der Hard Edge Bewegung Kenneth Noland, Frank Stella und Elsworth Kelly. In einer großen Retrospektive gibt die kunsthalle messmer nun erstmals in Deutschland einen umfassenden Einblick in die über 40-jährige Schaffenszeit des Künstlers. Anhand seiner verschiedenen Werkgruppen beleuchtet die Ausstellung Schoens experimentellen Umgang mit den Grundelementen seiner Malerei und veranschaulicht auf diese Weise die konsequente Erweiterung seiner Formensprache.

Seit vielen Jahren befasst sich Klaus J. Schoen mit den Möglichkeiten und Problemen geometrischer Abstraktion. Dennoch geht Schoen in seinen Arbeiten über die rational festgelegte oder mathematisch berechnete Systematik der konkret- konstruktiven Kunst hinaus. Jedes seiner Bilder fordert ein autonomes Eigenleben und eine visuelle Präsenz, die neben allen formal-ästhetischen Bestimmungen eine sinnliche Dimension für sich behaupten. Dabei vertritt Schoen eine Position europäischer Abstraktion und Konkretion, wie sie auch von Piet Mondrian und Richard Paul Lohse formuliert wurden.

In der Malerei Klaus J. Schoens besitzt die Harmonie eine große Bedeutung: Sie erscheint in seinem Werk als Resultat eines konsequenten Reduktionsprozesses, in dem die Spannung zwischen den einzelnen Bildkomponenten –Farbe, formale Gestaltung und Komposition– präzise und komplex miteinander verbunden, gelöst wird. Jedoch gehört auch das Durchbrechen formaler Prinzipien zur künstlerischen Methodik Klaus J. Schoens. Dabei gliedert er die Leinwand durch unterschiedlich breite Streifen oder Flächen, ordnet sie zu Intervallen und Rhythmen, die mal horizontal, mal vertikal, mal diagonal und sich kreuzend ausgerichtet sind. Jede Farbe steht gleichberechtigt neben der anderen. Auch erweitert er in einigen Werkreihen den gestalterischen Spielraum des in der Regel rechteckigen Bildträgers durch unregelmäßige Formate. Im Zusammenwirken von Linie, Farbe und Fläche erprobt der Künstler immer wieder aufs Neue die visuellen Möglichkeiten dieses optischen Materials mit dem Ziel, Bildstrukturen zu schaffen, die eine emotionale Ebene beinhalten. Damit hat Klaus J. Schoen eine Form der gegenstandslosen Kunst erreicht, die sich gegen die allzu dogmatischen Formalismen konstruktiver Gestaltung wendet. Zwischen kreativer Eigenmächtigkeit und formaler Festlegung werden eigene Entscheidungen sichtbar und erlebbar. So formuliert er in seiner Kunst Erkenntnisse, die in den Berührungspunkten zwischen konstruktiven und transzendenten Erfahrungen einen besonderen ästhetischen Wert schaffen – einen Wert, den Schoen selbst als die „Sinnhaftigkeit“ eines Bildes definiert.

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„Harmony of Silence“ – A Retrospective

From 02.04.2015 to 26.04.2015

Klaus J. Schoen is one of the most important contemporary representatives of abstract art in Germany. He developed his own design language and came to similar conclusions as the American artists of the Hard Edge movement Kenneth Noland , Frank Stella and Ellsworth Kelly. In a large retrospective the kunsthalle messmer gives for the first time in Germany a comprehensive insight into the creative life of this artist. On the basis of his various works, the exhibition examines Schoen’s experimental approach of the basic elements of his painting and illustrating the resulting logical extension of its forms.

[:fr]

„l’harmonie du silence“ – Une Rétrospective

De 02.04.2015 à 26.04.2015

 

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