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Anna Tartarczyk

  • *1973 in Wodzislaw Slaski (Polen)
  • lebt und arbeitet in Düsseldorf und Wuppertal (Deutschland)


Anna Tartarczyk, Gipsy, 2020, Acryl auf Leinwand, 130 x 110 cm
6.000 €

Seit vier Jahren beschäftige ich mich mit der rhombischen Form und forsche ihrem Ursprung nach. Die optische Wirkung der Dreidimensionalität erzeuge ich mit scharfkantig aneinander grenzenden chromatischen Farbabläufen in verschiedenen Lichtstufen. Ganz besonders interessiert mich das Zusammenspiel der Farbfelder und das Erzeugen von Licht und Schatten.Das Besondere an der Arbeit „Gipsy“ ist, dass die jeweiligen Farben, wenn man sie trennt, alle Grauabstufungen sind; nur in der Zusammensetzung bilden sie einen Kontrast und somit eine Farbe. Meine Handschrift selbst bleibt verborgen, es ist keine Pinselspur zu erkennen. Auf einem naturbelassenen Untergrund aufgetragen, erzeugt die scharfkantige Komposition eine lebendige Spannung. Aufgrund der Reduktion und Verdichtung der künstlerischen Mitteln strahlt das Bild Ruhe, Kraft und Harmonie aus und steht für die Ordnung der Welt.Bereits vor 40.000 Jahren zierte die Raute prähistorische Skulpturen. Sie wurde zum Symbol für die Bahnen der Gestirne, wie es die Steinzeitmenschen beobachteten. Seitdem ist ihre Symbolkraft für die transzendente, wenn nicht gar mystische Ideen nutzbar ist.Man findet Rautenmuster an alten heidnischen Plätzen, auf Wappen, als Wegweiser.