Vernissage „Venedig – Faszination und Mythos“

Am 06.03.2020 eröffnete die Ausstellung „Venedig – Faszination und Mythos“. Zahlreich kamen die interessierten Besucher zu der abendlichen Vernissage. Begrüßt wurden sie durch Jürgen A. Messmer und lauschten danach fasziniert den Worten des Gastredners Dr. Friedhelm Häring. Auch der italienische Konsul Federico Lorenzo Ramaioli sprach ein paar Worte der Begrüßung.

Jürgen A. Messmer
v.l.n.r.: Eröffnungsredner und ehemaliger Direktor des Oberhessischen Museums Gießen Dr. Friedhelm Häring, Jürgen A. Messmer, Lea Qin Messmer, Geschäftsführer des Kunsthandel Verlags Manfred Möller und der Italienische Konsul Federico Lorenzo Ramaioli

Danke an alle die gekommen sind!

Feierliche Enthüllung des Ausstellungsbanners am Kontrollturm des EuroAirport

Am 13.03.2020 findet am EuroAirport Bâle-Mulhouse-Freiburg die feierliche Enthüllung der 14 x 7 Meter hohen Towerbekleidung des Kontrollturms statt.

Am Motiv des Riesenbanners wird die in der kunsthalle messmer am 06.03.2020 angelaufene Ausstellung „Venedig – Faszination und Mythos“ sein. Die großangelegte, internationale Pressekonferenz leitet in den Festakt ein. Es folgen thematisch einführende Reden durch den Stiftungsvorstand der messmer foundation Jürgen A. Messmer und durch die Leiterin der Kommunikation bei EuroAirport Vivienne Gaskell, welche die Geschichte der Towerbekleidung, die Wahl der Partnerschaft bespricht. In einem spektakulären Abseilakt werden zwei Alpinisten das Banner am Turm enthüllen, welches weithin sichtbar sein wird. Danach wird zu Aperó im Business Center eingeladen.

Aktuelle Ausstellung

Venedig
Faszination und Mythos

06.03.2020 – 21.06.2020

Venedig übt seit Jahrhunderten einen ganz besonderen Reiz auf Reisende, wie auch Künstler aller Welt aus. Mehr als 30 Millionen Touristen kommen jährlich nach Venedig, um sich von den prächtigen Kirchen und Palästen, den verschlungenen Kanälen und dem reichen kulturellen Erbe der Stadt verzaubern zu lassen. Die kunsthalle messmer zeigt vom 7. März bis 21. Juni 2020 in der Themenschau „Venedig – Faszination und Mythos“ Werke internationaler Künstler, die Ihre Inspiration aus der fantastischen Lagunenstadt bezogen haben. So präsentiert die Ausstellung, neben historischen Stadtansichten, Malereien, Fotos und Objekte von u.a. Hundertwasser, Salvador Dalí, Joe Tilsohn, Malte Sartorius, Max Peiffer-Watenphul und Horst Janssen. Der Fokus der breit gefächerten Ausstellung liegt dabei auf der Kunst der Moderne sowie der zeitgenössischen Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

Doch auch die Gefahren, die den Bestand des 1500 Jahre alten Weltkulturerbes gefährden, werden thematisiert – etwa die riesigen Kreuzfahrtschiffe oder die immer häufiger wiederkehrenden Überschwemmungen, in deren Folge die Stadt in der Lagune zu versinken droht. Eine Multimediainstallation vermittelt dem Besucher die einzigartige Klangkulisse der Serenissima und versetzt ihn virtuell in die Lagunenstadt.

Weitere Informationen zu der Stadt Venedig


Venedig ist Ursprung und Muse unzähliger unvergessener Werke der Kunstgeschichte. Durch ihre mit dem Meer verbundenen Kanäle und ihre insgesamt 398 Brücken, bildet die Lagunenstadt eine inspirierende Kulisse. Mit der Renaissance und der venezianischen Schule begann das goldene Zeitalter der Malerei. Die großen Meister Tizian, Tintoretto, Veronese und später Tiepolo, Canaletto und William Turner zeugen von der großen künstlerischen Vergangenheit einer Stadt, die seit jeher Künstler aller Art angezogen hat. Bis ins 16. Jahrhundert hinein galt Venedig als bedeutende See- und Handelsmacht. Die wunderbare Prachtarchitektur zeugt heute noch von dem früheren Reichtum der Serenissima. Bis 1797 war Venedig die offizielle Hauptstadt der Republik Venedig. Mit über 180.000 Einwohnern, galt Venedig als eine der größten Städte Europas. Heute sind kaum noch venezianische Einwohner in der Lagunenstadt angesiedelt und die Stadt und Wirtschaft konzentriert sich vermehrt auf den Tourismus. Bis in die Gegenwart ist die Lagunenstadt ein Ziel für Maler aus aller Welt, die sich von diesem magischen Ort inspirieren und herausfordern lassen. Ein wichtiges, internationales Großereignis der Kunstwelt ist hierbei insbesondere auch die Biennale di Venezia.

Lassen Sie sich in die Geschichte und Kultur dieser faszinierenden Lagunenstadt entführen!

März 2020
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Marilyn Monroe

Leben und Legende

20. September 2019 – 01. März 2020

Marilyn Monroe (1926 – 1962) gehört bis heute zu den meistfotografierten Frauen der Welt. Aus ärmlichsten Verhältnissen erkämpfte sie sich ihren Weg durch die Hollywood Studios vom Sternchen zum Megastar. Sie war sich ihres Charmes bewusst und ging damit so entwaff-nend um wie kaum eine andere Hollywood-Diva. Nichtsdestotrotz schaffte Sie es einer ganzen Generation von jungen Frauen ein frisches und freieres Frauenbild zu vermitteln. Den Fotografen Barris, Grant, Greene, Kelley, Nygård und Stern gelang es Marilyn Monroe in ihrer zeitlosen Schönheit einzufangen. Ihre einzigartige Mischung aus Sexappeal, verletzlicher Unschuld und Komik macht sie für Männer und Frauen unwiderstehlich.

Marilyn Monroe. Aus der Reihe: The Last Sitting, 1962 © Bert Stern
Marilyn Monroe’s Leben

Bereits zwei Wochen nach ihrer Geburt, am 1. Juni 1926, wird Norma Jeane Baker an eine Pflegefamilie abgegeben. Fünfzehn Jahre lang wird das junge Mädchen zwischen fünf Familien und dem Waisenhaus hin- und hergereicht. Um dem Waisenhaus endlich zu entfliehen, willigt sie mit 15 Jahren ein, den Nachbarsjungen Jim Dougherty zu heiraten, den sie aufgrund seines Militärdienstes kaum sieht. 1946, nach gerade einmal fünf Jahren, lassen sich die beiden scheiden. Schon 1944, im Alter von 18 Jahren, wird sie vom Militärfotografen David Conover entdeckt. Bereits ein Jahr später ist sie ein begehrtes Model. Tom Kelley hält 1949 die Reize der jungen Marilyn fest, die allerdings erst 1952 für einen höchst erfolgreichen Kalender weitergegeben werden. 1953 schafft es eines der Fotos sogar zum Centerfold der ersten Playboy-Ausgabe. Schon bald wird die Filmindustrie auf sie aufmerksam. Sie nimmt Tanz- sowie Schauspielunterreicht und legt sich ihren Künstlernamen zu. Ihr erfolgreichster Film wird „Manche mögen‘s heiß“. Ende 1954 gründete Marilyn Monroe mit dem Fotografen und langjährigen Freund Milton H. Greene ihre eigene Produktionsfirma Marilyn Monroe Productions Inc. in New York. 1954 heiratet Marilyn den Baseballstar Joe DiMaggio. Bereits nach neun Monaten lassen sie sich wieder scheiden, da DiMaggio mit ihrer immensen Popularität nicht umgehen kann. Ihr dritter Ehemann wird der Dramatiker Arthur Miller, bei dem sie das erst Mal Stabilität erfährt. Aufgrund ihrer Tabletten- und Alkoholsucht kommt es jedoch zum Bruch.

Kommen Sie vorbei und erkunden Sie die faszinierende Geschichte dieser Ikone der Popkultur!

Pressestimmen zur Ausstellung

Jean Charasse

6. internationaler andré-evard-preis

+++ Bewerbungen ab Januar 2021 möglich +++

Zum sechsten Mal schreibt die kunsthalle messmer den André Evard-Preis für konkret-konstruktive Kunst aus. Dieser Preis ist dem Schweizer Künstler André Evard (1876–1972) gewidmet. Ab 1913 beschäftigte sich Evard in seiner Malerei mit geometrischen Abstraktionen. Er ist damit einer der ersten nicht figurativ arbeitenden Künstlern Europas und zählt zu den Vorreitern der Schweizer konstruktiv-geometrischen Malerei. Der André-Evard-Preis richtet sich an all jene zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler, die sich ebenfalls der konstruktiv-konkreten Kunst verpflichtet haben. Der Preis ist mit insgesamt 10.000,- € dotiert und wird folgendermaßen aufgeteilt:

1. Platz: 5.000,-€
2. Platz: : 3.000,-€ 3. Platz: 2.000,-€
Publikumspreis: 1.000,-€

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Jeder Künstler kann ein Werk einreichen. Zugelassen werden Kunstwerke, die nach dem 1. Januar 2018 entstanden sind. Die zweidimensionalen Werke dürfen nicht größer als 140 x 140 x 15 cm sein. Dreidimensionale Werke (z. B. Skulpturen) dürfen eine Höhe von 250 cm und ein Gewicht von 50 kg nicht überschreiten. Die eingereichten Werke müssen für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung stehen.

Die Vorauswahl erfolgt über die Sichtung des digitalen Materials per Email an info@kunsthallemessmer.de

Die Email muss folgende Inhalte haben:

• WERKANGABEN (in folgender Reihenfolge: Name des Künstlers, Titel, Datierung, Technik/Material, Format, ggf. Ausstellungsnachweis)
• LEBENSLAUF mit Foto
• WERKBESCHREIBUNG (ca. ¼ Seite)
• HOCHAUFLÖSENDE FOTOGRAFIEN (bis zu drei farbige Fotografien des Objektes als jpg-Datei – jeweils in 300 dpi und 72 dpi)

TERMINE

Bewerbungsfrist ist der 30. Juni 2021. Spätere Einreichungen können nicht berücksichtigt werden. Die Vorauswahl findet bis zum 30. September 2021 statt. Die nominierten Künstler werden auf der Homepage der kunsthalle messmer bekannt gegeben und persönlich informiert. Die Anlieferung der Werke soll bis zum 20. Oktober 2021 erfolgen.

Transport: Die Kosten der Anlieferung und Rücktransporte gehen zu Lasten der Ausstellungsteilnehmer.

Versicherung: Die Ausstellungsteilnehmer tragen die Versicherung ihrer Werke während der Anlieferung und des Rücktransportes. Während der Ausstellung in der Kunsthalle übernimmt die kunsthalle messmer die Versicherung.

Der Rechtsweg für Ausschreibung und Preisvergabe ist ausgeschlossen.

Über Ihre Bewerbung freuen wir uns sehr.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit sehr gerne zur Verfügung!

Kontaktperson: Nicole Lechler, M.A.
| +49 (0) 7642 920 1620 | info@kunsthallemessmer.de

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Januar 2020
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10 Jahre kunsthalle messmer:
Ein Leben für die Kunst

20. Juni 2019 – 15. September 2019

Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der kunsthalle messmer wird in einer Retrospektive das Herzstück der Sammlung Messmer –  der Nachlass des Künstlers André Evard in einer noch nie dagewesenen Weise präsentiert. In der Ausstellung werden ausgewählte Werk aus den verschiedenen Schaffensperioden des Schweizers vorgestellt.

André Evard, Kirschbaum, 1911  © messmer foundation

Neben sensiblen Jugendstilbildern und farbintensiven Landschaftsdarstellungen, welche Evards Auseinandersetzung mit den Einflüssen der Kunstszene seiner Zeit illustrieren, werden symbolistische Stillleben gezeigt, welche durch ihre Hinwendung zur Geometrisierung des Raumes seine Vorreiterstellung in der abstrakten Malerei beweisen. Nicht zuletzt sind auch seine konkret-konstruktiven Werke zu sehen.

Ein kurzer Rückblick

In den letzten 10 Jahren wurden 30 Ausstellungen gezeigt, darunter Marc Chagal, Christo, Joan Miró, Pablo Picasso und Andy Warhol, um nur einige zu nennen. Rund 500.000 Besucher sahen im historischen Gebäude am Fuße des Kaiserstuhls internationale Kunst. Auch die Kunstförderung hat ihren festen Platz im Ausstellungsrepertoire. Durch den internationalen andré-evard-preis, der mit 10.000 € dotiert ist, stellte die kunsthalle messmer bisher über 2.500 Künstler und Künstlerinnen aus aller Welt einer breiten Öffentlichkeit vor.

Die gemeinnützigen messmer foundation, die Trägerin der kunsthalle messmer, beherbergt den künstlerischen Nachlass André Evards. Das Oeuvre des Schweizer Avantgardisten bildet das Zentrum der Stiftungssammlung, die vor 40 Jahren als Privatsammlung des Unternehmers Jürgen Messmer entstand. Die Sammlung umfasst mehr als 1.100 Kunstwerke, die von der klassischen Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst reichen.

 

 

André Evard war ein universeller Geist.
Er hat in nahezu 70 Jahren die Kunst der Avantgarde mit seinen eigenen Ideen bereichert. Ohne sich auf einen Stil festlegen zu lassen, hat er die Malerei bis an ihre Grenzen geführt.

 

 

André Evard (1876 – 1965)

Der 1876 im Berner Jura geborene André Evard zeichnet sich Zeit seines Lebens damit aus, dass er seinen Künstlergenossen ein kleines Stück voraus war. Bereits 1908 beschäftigt er sich mit experimentellen Techniken, wie der Collage, die erst Jahre später Einzug in die Kunstlandschaft finden sollte. Gelernt hat er zusammen mit künstlerischen Größen, wie Le Corbusier. In den 1920er Jahren orientiert sich Evard nach Paris, einer künstlerischen Hochburg jener Zeit und pflegt Verbindungen zu der europäischen Avantgarde. Während die meisten dem Expressionismus zugeneigt sind, entwirft Evard ornamental anmutende, farblich ausbalancierte konkret-konstruktive Arbeiten. Jedoch nicht nur der Konstruktivismus und Suprematismus, auch die niederländische De Stijl-Bewegung und das Bauhaus fließen in seine Kunst ein. Er hält Kontakt mit Georges Braque, Robert Delaunay und Théo van Doesburg. 1936 stellt er zusammen mit Max Bill, Richard Paul Lohse und Leo Leuppi in der Zürcher Ausstellung Zeitprobleme der Schweizer Malerei und Plastik aus. Ein Jahr später tritt Evard als zehntes Mitglied in die von Richard Paul Lohse und Leo Leuppi gegründete Künstlergruppe Allianz ein. Zu diesem Kreis gehören neben Max Bill, Alberto Giacometti, Paul Klee und Hans Arp auch Le Corbusier. Evard verstirbt 1972 mit 96 Jahren in Le Locle, unweit seines Geburtsortes.

 

 

Februar 2019
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100 jahre bauhaus

max bill, jakob bill, david bill:
drei generationen im vergleich

23. Februar 2019 – 14. Juni 2019

Mit Max, Jakob und David Bill kommen drei Generationen einer Künstlerfamilie in die kunsthalle messmer. Zu Ehren des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses sind insgesamt ca. 90 Werke zu sehen, die trotz der selben Kunstrichtung, der sich die drei Künstler verschrieben haben, auf unterschiedliche Weise mit konkreter Kunst auseinandersetzen und jeweils einen individuellen Zugang dazu suchen und aufzeigen.

Max Bill (1908 – 1994) stellt als einer der wichtigsten Vertreter der konkret-kontruktiven Kunst wissenschaftliche Paradigmen und mathematische Formeln in einen streng konstruierten, künstlerischen Zusammenhang. Die Lehren der Bauhausschule, an welcher er zwischen 1927 und 1928 studiert hat, sollten dabei seinen weiteren Schaffensweg bis auf weiteres prägen. In seinem Schaffen finden sich Elemente von Architektur, Design sowie bildender- und angewandter Kunst zu einem harmonischen Zusammenspiel vereint. 1951 gründet Max Bill gemeinsam mit Otl Aichinger und Inge Scholl die HfG Ulm, für welche er das Gebäude selbst entwarf und als Gründungsrektor tätig war. Bills Sohn Jakob Bill (*1942) übernimmt den wissenschaftlich-theoretischen Zugang zur Kunst seines Vaters, hat jedoch völlig andere Wege in seinem Œuvre eingeschlagen und konzentriert sich voll und ganz auf die Malerei. Grundlage seiner Arbeiten bildet ein geometrisierter Formenkanon mit ätherisch anmutenden Farbverläufen, welcher kennzeichnend für dessen Schaffen ist. Der Enkel David Bill (*1976 – 2018)legt seinen Fokus auf die Auseinandersetzung mit Raum und Raumaufteilung. Flächen und Objekte werden in immer neuen Formvariablen zusammengefügt, getrennt und wieder neu zusammengesetzt. Mittelpunkt seiner Überlegungen ist dabei stets der Kubus. Die Farben schwarz und weiß betonen eben jenes Raumspiel und verleihen seinen Werken zusätzliche Dynamik.Neben dem Universalgenie Max Bill, stellt die kunsthalle messmer seinen Sohn Jakob Bill und Enkel David Bill aus und präsentiert damit eine generationsübergreifende Entwicklung künstlerischen Schaffens.

Bauhaus
Das Bauhaus wird 1919 von Walter Gropius in Weimar eröffnet. Die Gestaltungsschule wird zur einflussreichsten ihrer Zeit. 1925 siedelt das Bauhaus nach Dessau und später nach Berlin, wo es durch die Nationalsozialisten zur Schließung kommt. Das Bauhaus sollte der Ästhetisierung des Alltags dienen und Geichberechtigung zwischen Kunst, Architektur, Design und Handwerk schaffen. Zwar wurde „Bauhaus“ von jeder Generation neu angeeignet, dennoch ist das Wort „Bauhausstil“ zu einem feststehenden Begriff in der Architektur, Malerei und im Design geworden. Typisch für das Bauhaus ist die Verwendung von Grundformen, wie etwa Quadrat, Dreieck, Kreis sowie die Grundfarben Rot, Gelb, Blau, ebenso wie Stahlrohrmöbel und weiße Würfel-Architektur. Funktionalismus ist der Leitgedanke hinter Bauhaus: form follows function.


David Bill: 4 jahreszeiten, 30 x 3 x 30 cm, Stahlblech und Lackfarbe, 2017. © messmer foundation

Klicken Siehier um die Eröffnungsrede von Frau Dr. Antje Lechleiter zu lesen. 

Klicken Siehier um die Eröffnungsrede von Landrat Hanno Hurth zu lesen.

5. Internationaler André-Evard-Preis

für konkret-konstruktive Kunst

03.11.2018 bis 17.02.2019

Bereits zum 5. Mal hat die kunsthalle messmer einen der weltweit wichtigsten Kunstpreise im Bereich der konkret-konstruktiven Kunst vergeben. Die 100 ausgewählten Arbeiten gewähren einen tiefen Einblick in das aktuelle und internationale Schaffen der konkret-konstruktiven Szene. Die Ausstellung präsentiert dabei ein Tableau verschiedenster Medien und Formsprachen, welche sich unter der Schirmherrschaft des Konkret-Konstruktiven zusammenfinden. In dieser Ausstellung wird deutlich, wie unterschiedlich, individuell und persönlich sich die Künstler mit derselben Kunstrichtung auseinandergesetzt haben.

André Evard, Le Couvert, 1924

Eine renommierte Fachjury hat den Sieger des hochdotierten Preises ausgewählt. Diese setzt sich zusammen aus der Sammlerin und Museumsgründerin Marli Hoppe-Ritter aus Waldenbuch, Sabine Schaschl, Direktorin und leitende Kuratorin des Museums Haus Konstruktiv in Zürich sowie Ewald Karl Schrade, dem Galeristen und Initiator der Art Karlsruhe. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wurde unter den Künstlern der drei überzeugendsten Werke der Ausstellung aufgeteilt, außerdem wurde ein Publikumspreis vergeben.

Die Gewinner des 5. internationalen andré evard-Preises 2018 lauten:

1. Preis: Rüdiger Seidt (D) mit 5.000 €


Rüdiger Seidt, Circletetra, 2018

2. Preis: Antonio Marra (I) mit 3.000 €


  Antonio Marra, Die Weisheit der Seegurken, 2018

2. Preis: Christiane Grimm (D) mit 2.000 €


Christiane Grimm, Shades of blue, 2018.

Die Plätze 4 – 8 gingen in absteigender Reihenfolge an Werner Dorsch (D), Mariano Ferrante (ARG), Laszlo Otto (HUN), OMI Riesterer (D) und Christian Rudolph (D).

Der Publikumspreis ging an Antonio Marra.
(Der Gewinner der Publikumspreis-Verlosung wird von uns verständigt)

Teilnehmende Künstler*innen 2018:

Gewidmet ist der Kunstpreis André Evard (1876–1972), der als Wegbereiter der Schweizer Moderne gilt und sich zu Lebzeiten nicht nur der figurativen, sondern vor allem der abstrakt-geometrischen Malerei gewidmet hat.

» André Evard hat sich nach vorne, ganz an die Spitze, verirrt, ohne vielleicht darüber bewusst zu sein. Er war den Weg eines Eugenbrötlers gegangen, ohne dass ihm hierbei der Gedanke gekommen wäre, dass er bereits einige Jahre Vorsprung vor seinen Zeitgenossen hatte […] «                                      – DAS WERK, Heft Nr. 4, 1927

Die Bezeichnung konstruktiv, abgeleitet vom Konstruktivismus von Wladimir Tatlins Reliefkonstruktionen und den suprematistischen Werken Kasimir Malewitschs (1914), bezeichnet eine bis dahin abstrakt genannte, ungegenständliche Malerei und Plastik. Linie, Fläche und Farbe werden frei voneinander eingesetzt. Konkret hingegen, bezeichnet die Arbeitsweise eines Künstlers, der sein Werk nach einem vorab festgelegten, z. B. geometrisch-mathematischen Konzept ausführt und somit der spontanen gestalterischen Handlung bewusst Grenzen setzt. Sie ist im eigentlichen Sinne nicht „abstrakt“, da sie nichts in der materiellen Realität Vorhandenes abstrahiert, sondern im Gegenteil Geistiges materialisiert, keine symbolische Bedeutung besitzt und mehr oder weniger rein durch geometrische Konstruktion erzeugt ist. Der Begriff Konkrete Kunst wurde 1924 von Theo van Doesburg eingeführt und 1930 in einem Manifest bei der Gründung der Gruppe „Art concret“ programmatisch festgelegt.

Dalí – Der Zauber des Genies

02.06.2018 – 28.10.2018

Salvador Dalí, Saturnische Giraffe, 1974, Kaltnadelradierung auf Farblithographie mit Prägung ©messmer foundation

Salvador Dalí (1904–1989) ist unbestritten einer der größten Künstler des 20. Jahrhunderts. Bis heute noch begeistert der Spanier mit seinen surrealistischen, fantasiereichen und oft rätselhaften Werken und wird schon zu Lebzeiten als Genie verehrt. Die kunsthalle messmer widmet dem Künstler eine große, herausragend kuratierten Ausstellung mit 150 hochkarätigen, in dieser Region noch nie zuvor gezeigten Werken.

Zu sehen sind zahlreiche typische Motive von Dalí in anmutig, farbig gestalteten Holzschnitten, fotorealistischen Darstellungen im Stile alter Meister oder gar in surrealistischen Naturstudien, die nicht nur Dalís Belesenheit, sondern vor allem sein herausragendes malerisches und zeichnerisches Talent aufzeigen. Auch vor unterschiedlichen Materialien hat sich der Künstler nicht gescheut, so entstanden Skulpturen aus Bronze, Messing und Plexiglas, die ebenfalls Teil der Ausstellung sind.

Dalí ist nicht nur ein Ausnahmekünstler, auch die Geschichten und Legenden um seine Person machen ihn besonders. Bereits als Vierzehnjähriger macht Dalí mit seiner ersten Einzelausstellung einige wichtige Kunstkritiker auf sich aufmerksam. Die königliche Kunstakademie verlässt er jedoch 1924 ohne Examen, da er die Lehrer nicht für kompetent genug hält, seine Werke zu bewerten. Im Jahre 1929 findet Dalí schließlich seinen persönlichen Stil; die Welt des Unbewussten, die in Träumen erscheint. Seither bilden schmelzende Uhren, Krücken und brennende Giraffen die Erkennungsmerkmale in seiner Malerei und werden zu Wahrzeichen der Surrealisten.

Die Ausstellung bietet einen guten Einblick in das umfangreiche grafische Werk sowie die ungewöhnlichen Skulpturen und gewährt damit gleichzeitig Einblick in Dalís Leben. Die Vielfältigkeit und hohe Qualität der Werke lädt die Besucher ein, den „Zauber des Genies“ zu entdecken. Zu der Ausstellung gibt es einen Katalog, der im Museumsshop erworben werden kann.